Sonntag, 5. Mai 2013

unabhänig-objektives Gutachten zur 'Bio'gasanlage Göllheim

Der Göllheimer Gemeinderat hat bei seinem zweiten ’Abwägungs’entscheid
1638 Einsprüche, davon allein 765 von Göllheimer Bürgern, abgeschmettert.
Bei den Abwägungsbegründungen wurde fatalerweise auch auf ein Gutachten verwiesen. Dieses ominöse ’Gutachten’ hat jedoch Herr Heck vom Umweltcampus in Birkenfeld angefertigt, welcher in direktem als auch indirekten Kontakt zur Betreiberfirma JUWI steht bzw. stand. Was dieser Umstand zu bedeuten hat, ist selbsterklärend...
Bereits im Jahre 2011 versuchte dieser Herr bei einer ’Information’sveranstaltung zum Bauprojekt 'Bio'gasanlage - bei welcher er von Herrn Ortsbürgermeister Hartmüller als neutralen Sachverständigen angepriesen wurde - die Bürgerinnen und Bürger der Region zu desinformieren.
Seine angepriesene Neutralität und seine Unabhängigkeit sind aufgrund dieser Hintergrundinformationen enttarnt.

Sein jetziges ’Gutachten’ beruht zum Großteil auf nicht ganz korrekten Ausführungen bzw. verzerrten Darstellungen.
...Eine Gegendarstellung unsererseits wäre gewiss auf taube Ohren gestoßen...

Umso erfreulicher ist es, dass wir einen wirklich unabhängigen Umwelt- und Agrarwissenschaftler, von Rang und Namen gefunden haben, welcher bereits für die deutsche als auch britische Regierung arbeitete. Dieser gibt im folgenden eine Stellungnahme zur Agromethangasanlage Göllheim und zum Heck-Gutachten ab.

Auch wenn nun die Gerichte in Form einer Normenkontrolle den verabschiedeten Bebauungsplan prüfen müssen, ist es für den Bürger interessant zu wissen, wie er von Kommunalpolitikern 'wahrgenommen' und getäuscht wird.

Bilden Sie sich Ihre Meinung – es folgt die Stellungnahme von Dr. Donal Murpy-Bokern zur Agromethangasanlage Göllheim:

Stellungnahme zum Bau einer Biogasanlage in Göllheim
von Dr. Donal Murphy-Bokern

Ich wurde gebeten eine wissenschaftlichen Stellungnahme zum Vorschlag eine NAWARO Biogasanlage in Göllheim zu bauen abzugeben – insbesondere auf das von Prof. Heck bereitgestellte Gutachten.

Ich bin ein Agrar- und Umweltwissenschaftler. Ich habe mehr als 20 Jahre in der Forschung und im Forschungsmanagement mit unmittelbarem Bezug zur Beurteilung der Auswirkungen von Bioenergie-Systemen gearbeitet, hautsächlich für die deutsche und britische Regierung. Ich bin vertraut mit der Entwicklung von öffentlicher Agrarpolitik zum Klimaschutz und aller damit einhergehender Probleme wie beispielsweise Nahrungsmittelsicherheit, Ökosystem-Schutz etc. Außerdem besitze ich praktische Erfahrung in der Landwirtschaft. Ich arbeite jetzt als unabhängiger Wissenschaftler hauptsächlich für die Europäische Kommission und Parlament. Mein Lebenslauf und eine Liste meiner Publikationen sind angehängt, bzw. finden Sie auf meiner Internetseite.

Prof. Hecks Gutachten bewertet sowohl die Leopoldina Studie als auch die Fragen die speziell eine solche NAWARO Biogasanlage in Göllheim betreffen. Ich will diese Fragen nicht grundsätzlich klären, sonst würde es sich hier um das Gutachten eines Gutachtens eines Gutachtens handeln. Stattdessen werde ich Einblicke in die zugrunde liegenden landwirtschaftlichen und ökologischen Prozesse, die zwangsläufig von der Göllheimer Anlage betroffen sein würden, geben. Ich werde einige von Prof. Hecks Äußerungen zu landwirtschaftlichen und Umweltaspekten ansprechen.

Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG)


Die treibende Kraft hinter dem Göllheimer Biogasprojekt ist das EEG. Das erklärte Ziel des EEG ist die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Um dieses öffentliche Gut zu erlangen, transferiert das EEG Fonds von Stromverbrauchern in Deutschland zu den Stromerzeugern, die auf spezielle Technologien wie Solar, Wind oder Biogas setzen. Die Höhe der daraus resultierenden Subventionen definiert sich eher über die entsprechenden Kosten für diese Technologien als über den Vorteil für das Klima. Dieser planwirtschaftliche Ansatz beruht vielmehr auf politischen als wissenschaftlichen Entscheidungen und resultiert in enormen Verzerrungen der Märkte für die genutzten Ressourcen, insbesondere für landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Dieses politische Milieu ist sehr anfällig für Lobbyismus: Lobbyismus liefert Subventionen für die Aktivitäten der Lobbyisten, die dann für mehr Lobbyismus genutzt werden, und führt zu einem Teufelskreis, der den politischen Prozess (und Demokratie) untergräbt. Vergleicht man im Falle von NAWARO-Biogas die Subventionen mit den möglichen direkten Klimavorteilen, erweisen sich diese als immens. Die indirekten Folgen sind so negativ, dass, ganzheitlich betrachtet, viele Biogasanlagen in Deutschland dem Klima eigentlich schaden.

Das Endergebnis ist, dass Stromverbraucher öffentliche Subventionen zahlen, die durch Lobbyisten als Beitrag zum Klimaschutz gerechtfertigt werden und die in Bezug auf das genannte Ziel zumindest sehr ineffizient sind, aber bei Berücksichtigung globaler Effekte sogar klimaschädlich sein können Das ist auch der Grund für die massiven Bedenken der wissenschaftlichen Gemeinschaft bezüglich der Nutzung von NAWARO-Biogas.

Nach 20 Jahren Arbeitserfahrung in diesem Bereich, komme ich zu dem Schluss, dass Bioenergie von einjährigen Ackerpflanzen nicht zum effektiven Klimaschutz beitragen kann. Es gibt grundlegende biologische und globale landwirtschaftliche Prozesse, die überall stattfinden, auch in Göllheim, und die das erklären.

Prof. Claus Töpfer, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet nachhaltiger Entwicklung, beschreibt diese Situation folgendermaßen:

„Überall dort, wo die Erzeugung von Energie aus Biomasse auch nur im entferntesten in Konkurrenz steht zur Nutzung von Biomasse zur menschlichen Ernährung, kann dies nicht verantwortet werden!“

Es gibt in wissenschaftlichen Kreisen die starke Übereinkunft, dass Prof. Töpfer zu Recht auf diesen Aspekt hinweist. Das zeigt sich ebenso in der oft wiederholten Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (Der Bundesregierung):

Insgesamt kommt der Beirat zu der Einschätzung, dass die Förderung der Biogaserzeugung in der gegenwärtigen Form nicht fortgeführt werden sollte.

Und weiterhin:

Wenn dies nicht unterbunden wird (und das ist allein schon aufgrund der etablierten Lobby-Aktivitäten schwierig), wirkt das EEG langfristig kontraproduktiv….


Diese Empfehlung wurde bei der Reform des EEG zum Großteil ignoriert, obwohl es die übereinstimmende Meinung der Wissenschaftler, die sich mit dieser speziellen Form von Bioenergie intensiv beschäftigt haben, wiedergibt.


Landwirtschaft und Treibhausgasemission (THG)


Aus einem globalen Blickwinkel betrachtet sind die landwirtschaftlichen - und damit verbundenen Industrien (Düngerproduktion, Energienutzung etc.) allein für ca. 16% aller THG-Emissionen verantwortlich. Zusätzlich sind landwirtschaftlich genutzte Flächen und insbesondere die Ausweitung von Ackerflächen durch Grünland¬umbruch und Waldrodung hauptverantwortlich für weitere größere Emissionen (12 – 18%). Diese Expansion der Landwirtschaft ist ein globaler Prozess und wird vom globalen landwirtschaftlichem Systemausbau angetrieben. Im Gegensatz zum Eindruck, den Prof. Heck erweckt, ist Deutschland ein Teil des globalen Nahrungsmittelsystems. Jede Nutzungsänderung von Ackerland trägt direkt oder indirekt zu diesen, durch den Landnutzungswechsel bedingten, Emissionen bei. Rapide expandierende und subventionierte Märkte wie Bioenergie sind dabei besonders schädlich. Die Nahrungsmittelherstellung, also auch der Nahrungsmittel für NAWARO, ist verantwortlich für mindestens ein Viertel der globalen THG-Emissionen. Wenn man eine Politik über globale THG-Emissionen aus einem globalen Blickwinkel bewertet, dann ist es einfach zu verstehen, warum die deutsche Biogas- und Biokraftstoffpolitik eine drastische Fehlentwicklung ist.

Genauso wie die Nutzung von Mais für Bioethanol in den USA, und Palmöl und Rapsöl für Biodiesel in Frankreich und Deutschland, steigert auch die deutsche Subventionspolitik für Biogas, Biodiesel und Bioethanol die globale Nachfrage nach Ackerlandressourcen über ein gewöhnliches Maß hinaus und steuert deshalb gleichermaßen auf globale landwirtschaftliche Expansion zu. Selbst wenn die globale Nahrungsmittelnachfrage sinken würde, würde diese Form von Bioenergie die Renaturierung von Ackerland (z.B. Aufforstung oder Wiedervernässung von Moorflächen als Klimaschutzmaßnahme) verringern und somit auch die Möglichkeiten verhindern, natürliche Kohlenstoffspeicher, beispiels¬weise durch Aufforstung, wiederherzustellen.


THG Bilanzen


Prof. Heck verweist unter dem Punkt “Klimaschutz” auf die THG Bilanzen. Die erhobenen Daten beziehen aber nicht die indirekten Folgen mit ein, die außerhalb des engen ‚Feld-Anlage’ Systems liegen. Das heißt die Emissionen, die durch Landnutzung und die Änderung der Landnutzung entstehen, sind nicht berücksichtigt. Sie beziehen nicht einmal die Konsequenzen mit ein, dass der Boden organische Stoffe verliert (als eine Treibhausgasemission), wenn er für intensiven Maisanbau genutzt wird.


Opportunitätskosten


Selbst wenn wir die einseitige Analyse akzeptieren, dass die Nutzung von Nahrungsmittelressourcen zur Energiegewinnung den Ausstoß von THG verringert (bezogen auf die von Prof. Heck zitierten Daten), muss eine ganzheitliche Politik einen Blick auf die Kosten für die Allgemeinheit in Relation zum Nutzen für die Allgemeinheit werfen. Hier offenbart sich eine der größten Schwächen des EEG. Vorausgesetzt, dass die von Prof. Heck zitierten Daten korrekt sind, zahlen wir als Gesellschaft einen enormen Preis für jede gesparte Tonne CO2. Die ohnehin kleinen Subventionsfonds werden ineffektiv genutzt. Das heißt, dass sehr viel effektivere Lösungen nicht ausreichend gefördert werden und darüber hinaus die effektivste (Energieerhaltung/Einsparung) sogar besteuert wird. Diese sehr hohen Opportunitätskosten einer ineffektiven Nutzung von EEG-Zuschüssen werden in Deutschland überaus selten diskutiert, sind aber dennoch zentral für eine vernünftige Entwicklung der Politik.


Bioenergie, Biogas, NAWARO-Biogas und Mais


Es ist üblich, dass die Biogaslobby bewusst die Vorteile traditioneller Nutzung von Bioenergie (Holz) im Allgemeinen auf die neuartige Bioenergie aus Nahrungs¬pflanzen überträgt. Auch diese Art der Argumentation findet man in Prof. Hecks Aussagen. Wir lesen also im 3. Abschnitt (Energie), dass Biomasse 8% der primären Energienutzung in Deutschland ausmacht. Das ist so korrekt, allerdings handelt es sich hierbei größtenteils um Holz, welches zu Heizzwecken genutzt wird. Solche Aussagen bringen die Menschen dazu, zu glauben, dass die enorm subventionierte, ineffektive NAWARO-Biogasgewinnung, dadurch effektiv wird, dass sie mit der nicht subventionierten, effektiveren Bioenergiegewinnung unter einen Hut gesteckt wird. Die Realität ist aber die, dass jedes Prozent der genutzten Primärenergie in Deutschland 1 Mio. Hektar von anbaufähigen Bioenergiepflanzen (z.B. Mais für Biogas oder Rapsöl für Biodiesel) entspricht. Würde man sämtliche landwirtschaftliche Flächen in Deutschland für NAWARO-Bioenergie aus Nahrungspflanzen nutzen, würden diese nur 12% unserer Primärenergie liefern und einen Anstieg der globalen THG-Emission woanders verursachen.

Auf ähnliche Weise werden die Vorteile der Nutzung von Abfällen für Biogas genutzt um NAWARO-Systeme zu rechtfertigen. Hierbei muss daran erinnert werden, dass das Hinzufügen von Gülle zu den auf Mais basierenden Substraten kaum eine Auswirkung auf die Nachfrage nach Mais hat. Gülle ist hauptsächlich Wasser. Eine Mischung basierend auf 50 Gew% Gülle und 50 Gew% Mais ist auf reiner Energiebasis mehr als 90% Mais.

Es wird viel über Pflanzen diskutiert, die Mais ersetzen können. Diese Diskussionen sind in der Regel irreführend. Die Realität zeigt, dass Biogasfermentation verdaubare Materialien benötigt: Kohlenhydrate, Fette oder Proteine – das heißt, Nahrungsmittelressourcen aus einjährigen Ackerpflanzen. Der unmittelbare Effekt einer NAWARO-Biogasanlage ist, dass sie eine große lokale Nachfrage nach sehr hoch subventionierter verdaubarer Biomasse (d.h. Lebensmitteln) erzeugt. Dies konkurriert direkt mit der Nahrungsmittel- und Futterproduktion. Mais ist die Pflanze, die die beste Kombination aus hohem Ertrag (wegen des C4 Metabolismus) und Verdaulichkeit bietet und darüber hinaus leicht anzubauen ist. Das Beifügen von Gülle hat einen sehr geringen Effekt auf die Nachfrage von Mais. Die NAWARO-Biogasinfrastruktur, die man aktuell in Deutschland vorfindet, ist überdimensioniert für Abfallressourcen und nicht passend dafür. Das alles bedeutet, dass die Diskussionen über alternative Rohstoffe zum Großteil irrelevant sind.

NAWARO Biogas benötigt entweder Mais oder noch größere Flächen von Maisalternativen. Sollten diese Alternativen genutzt werden, werden dement¬sprechend noch mehr Flächen benötigt.

Prof. Heck weist bereits darauf hin, dass Mais für viele verschiedene Zwecke verwendet wird und Biogas nicht der einzige Grund für die Maisproduktion ist. Das stimmt zwar, aber der entscheidende Effekt ist nicht nur die gesamte Größe der Maisflächen sondern Geschwindigkeit mit der die Nutzungsänderung der Ackerflächen stattfindet und besonders die lokale Konzentration dieser Nutzungsänderung.

Vor dem Biogasboom (2000) machte Silomais etwa 1,1M ha in Deutschland aus. Bis zum Jahr 2011 ist diese Zahl auf 2,0 M ha gestiegen. In der dazwischen liegenden Zeit wuchsen die Ackerflächen zur Herstellung für NAWARO-Biogas, von fast 0 auf etwa 0,9 M ha. In derselben Zeit sank die Fläche von permanentem Grünland und Weizen um jeweils etwa 0,5 M ha. Die Ackerflächen sind insgesamt etwa gleich geblieben. Diese Zahlen verdeutlichen die Annahme, dass die Mais-Produktion für Biogas der größte Antrieb für die klimaschädliche Landnutzungsänderung darstellt. Der Effekt von Biogas bezüglich des Anstiegs des Preises von Land, auf welchem Mais wachsen kann, ist bestens bekannt und kann lokale landwirtschaftliche Betriebe zerstören.


Biogas versus Tierhaltung


Prof. Heck weist zu Recht darauf hin, dass der Fleischkonsum der Grund für viele Probleme ist. Ich habe viele Jahre in diesem Bereich gearbeitet und bin zu dem Schluss gekommen, dass auf der Basis jeder Nahrungsmittelkalorieneinheit, die THG-Emission, die durch den Fleischkonsum in unserer Ernährung verursacht wird, viermal größer ist als die, die sich aus dem Pflanzenanteil ergibt. Die Halbierung unseres Fleischkonsums - um es auch mit den Gesundheitsempfehlungen in Einklang zu bringen - würde gleichzeitig viele Umweltprobleme dramatisch entschärfen. Exzessiver Fleischkonsum, welcher auch schon bei nur der Hälfte des heutigen Konsums in Deutschland vorläge, ist eine Umweltsünde. Allerdings sollte eine Sünde nicht benutzt werden, um von einer anderen Sünde abzulenken. Prof. Hecks Hinweise wären korrekt, wenn man Fleischproduktion und -konsum zu Zwecken des Klimaschutzes subventionieren würde, was natürlich Unsinn wäre.


Die Verknüpfung von Wirkungen


Eine übliche Taktik der Biogaslobby ist es, die Aufmerksamkeit auf verknüpfte Effekte zu richten, um von den NAWARO-Biogasprozessen abzulenken. Dies ist so auch in Göllheim zu beobachten.

Ein Versprechen ist “Autark sein” und die Idee, dass diese Anlagen einen realen Beitrag zur Energiespeicherung oder Netzstabilisierung bringen können. Wenn diese Technologien so vorteilhaft für den Stromsektor sind, warum brauchen sie dann so viele Subventionen?

Lobbyisten argumentieren oft mit der “Wärmenutzung” und wollen den Eindruck erwecken, dass Biogas in Bezug auf das Heizen etwas Besonderes zu bieten habe. Üblicherweise konzentrieren sie sich auf die Nutzung der entstehenden Wärme ohne zuzugeben, dass die Wärme bei der Umwandlung von Gas in Strom in den BHKW entsteht und nicht aus der eigentlichen Biogasproduktion kommt (letztere benötigt sogar Wärme). Diese Wärme würde in den BHKW genauso entstehen, wenn man Erdgas einsetzen würde. Im Falle von Göllheim wird die Biogasanlage mit anderen Technologien verbunden. Ich möchte die Einwohner von Göllheim darauf hinweisen bei diesem Argument besonders misstrauisch zu sein.

Im Endeffekt werden Göllheims Nahrungsmittelressourcen genutzt werden, um Methan (Biogas) herzustellen, welches lediglich eine Alternative zum Methan aus Erdgas darstellt. Die mit der Biogasanlage verbundenen Bauprojekte sind bei der Bewertung für oder gegen eine Biogasanlage größtenteils irrelevant. Die negativen lokalen Effekte wie die einer veränderten Landnutzung für Energiepflanzen zu Einspeisung in die Biogasanlage werden nicht verringert.


Lokale Effekte


NAWARO-Biogasanlagen erhöhen die lokale Nachfrage nach verdaubaren Rohstoffen und konkurrieren damit direkt mit der Nahrungsmittelproduktion. Weil die Rohstoffe eine große Masse haben (anders als bei Rapsöl für Biodiesel), sind die Auswirkungen auf den Markt für Ackerland ausschließlich lokal. Forschung in Niedersachsen zeigt, dass sich der Pachtpreis im Umkreis einer solchen Biogas¬anlage um mehrere Hundert Euro pro Hektar erhöht.

Weil die Nachfrage nach Erneuerbarer Energie im Gegensatz zu Nahrungsmitteln praktisch unendlich ist, und weil durch die Subventionen durch das EEG ein Fass ohne Boden erzeugt wurde, ist, ist das normale Gleichgewicht bei den Märkten für Ackerland nicht mehr wirksam. Zwei Dinge geschehen, wenn eine NAWARO Biogasanlage gebaut wird:

a. Die Biogasbetreiber besitzen oder erhalten Zugriff auf Ackerland und lösen die Nahrungsmittelproduktion darauf ab, oder
b. die Ressourcen die früher auf Ackerland entstanden, auf welchem dann statt Nahrungs- Biogaspflanzen produziert werden, werden durch extern produzierte Futtermittel ersetzt.

Meistens ist das Ergebnis eine Mischung aus beidem: Variante A resultiert in einer Konzentration oder sogar einem Kollaps der lokalen Landwirtschaft. Existierende hochwertige landwirtschaftliche Strukturen werden durch vereinfachte Strukturen, die von den (ineffektiven) Subventionen unterstützt werden, ersetzt. Variante B führt zu einem Anstieg des lokalen Nährstoffüberschusses und kann in manchen Bereichen sehr schädlich wirken.

Der lokale Effekt auf die Landwirtschaft ist wirtschaftliche Degradierung, das übliche Ergebnis von Planwirtschaft. Das EEG erzwingt den Nutzungswechsel von Ackerland von hochwertiger Nahrungsmittelproduktion zur Produktion von Biomethan. Das Endresultat ist der Zusammenbruch der normalen Landwirtschaft, die von der Pacht abhängig ist.

Jedoch leiden selbst die Betreiber von Biogasanlagen (Energiewirte) unter dem grundsätzlich mangelhaften EEG. Landwirte, die in Biogas investiert haben, bekommen nun die vollen Effekte des durch das EEG verursachten wirtschaftlichen Abbaus zu spüren und sehen sich 20 Jahre gezwungen, ihr Land ausschließlich für die Produktion von Methan zu nutzen. Viele werden die letzte Generation sein, die ihr geerbtes Land unabhängig bewirtschaften kann.

Die Entscheidungsträger sollten die langfristigen Folgen bedenken. Das EEG sichert einen garantierten Preis für 20 Jahre. In dieser Zeit werden die Ackerflächen zur Produktion subventionierten Biogases statt für Nahrungsmittel verwendet, die einen intrinsischen hohen Wert besitzen. Der gezahlte Preis für Biogasenergie ist >75% Subvention und ersetzt die Nahrungsmittelproduktion, die überall von hohem Wert ist, und die nicht subventioniert wird. In 20 Jahren wird diese Biogasförderung mit Sicherheit aufhören. In mehreren Gegenden Deutschlands wird das Know-how zur Produktion von Nahrungsmitteln nicht mehr weitergegeben und verloren gegangen sein und die nächste Generation wird nicht zu normaler Landwirtschaft zurückkehren.

Qui bono? Wer profitiert? Die Gewinner sind die Landbesitzer, die von höherer Pacht oder höheren Flächenpreisen, hervorgerufen durch das EEG, profitieren. Die Hersteller von Biogasanlagen sind ebenfalls Gewinner und diese Unternehmen und Gesellschafter sind Lobbyisten. Die Mais-Saatgut- und Mais-Pestizidindustrie ist ein riesiger Gewinner durch eine nahezu Verdopplung des Marktes. Einige Landwirte mit Biogasanlagen mögen denken, sie seien Gewinner, aber die Erfahrung zeigt, dass auch sie Verlierer sind, insbesondere wenn sie normale Landwirte sind. Große Gewinner sind die ehemaligen Besitzer von Unternehmen, die ihre Unternehmen in den Jahren 2006 und 2007 auf der Spitze der Biogaseuphorie über Börsengänge verkauft haben und die dann, nachdem der Markt kollabiert ist, ihre Anteile billig zurückgekauft haben. Das dabei gewonnene Kapital wird teilweise nun von Biogas¬produzenten genutzt wird, um Land in Ostdeutschland zu kaufen. NAWARO-Biogas ist deshalb entscheidend beim Übergang von Ackerland aus traditionellen landwirtschaftlichen Betrieben auf Kapitalgesellschaften.

Es gibt zwei Gruppen wirtschaftlicher Verlierer: lokale Nahrungsmittel-produzierende Landwirte und all jene, die Stromrechnungen bezahlen. Neueste Erfahrungen zeigen, dass die Landwirte, die von den Lobbyisten zum Anbau von Biogas verleitet wurden, nun ebenfalls Verlierer sind.

Als ein Produkt des planwirtschaftlichen Instruments, zerstört sich NAWARO-Biogas wirtschaftlich selbst. Je höher der EEG-Preis, desto höher ist der Preis, welcher für lokales Ackerland bezahlt werden muss, resultierend in einer Aufwärtsspirale der Kosten für Ressourcen.


Umwelt


Die lokalen Umweltfolgen hängen immer von den lokalen Umständen ab. Der Bedarf an Mais ist äquivalent zu etwa 500 ha pro MWe. Im Vergleich mit anderen Pflanzenarten, hat Mais den ökologischen Charakter von grünem Beton. Es unterstützt weniger Flora und Insekten etc. als andere Pflanzen. Die ökologischen Effekte auf die gesamte Landschaft hängen von den weiteren lokalen Begebenheiten ab. In manchen Fällen steigert die Einführung einer neuen Pflanze in einem Gebiet (auch Mais) die Vielfalt der Landschaft positiv. Allerdings erhöht Biogas die Produktion von Mais in den meisten Agrargebieten Deutschlands mit negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Preise für landwirtschaftliche Flächen schießen in die Höhe und fördern die Umwandlung von Grünland und Flächen hohen Natur- und Landschaftswert in Ackerland. Dies geschieht legal oder auch illegal.

Bezüglich der Verwertung von Stickstoff ist Mais - anders als Weizen - effizient und kann auch hohen Stickstoff Gaben tolerieren. Das bedeutet, dass Mais oft überdüngt wird, wo es einen Überschuss an Gülle gibt. Im Gegensatz zu Nahrungsmitteln hat das “exportierte” Produkt (Biogas) keinen Nährstoffgehalt. Im Ergebnis führt dies zu einem enormen Anstieg der Nährstoffprobleme in vielen Gebieten, vor allem dort, wo es bereits einen Nährstoffüberschuss durch die Tierhaltung gibt. Die Böden akkumulieren dann einen Überschuss an Stickstoff und Phosphor, verlieren aber gleichzeitig Kohlenstoff.

NAWARO-Biogas fördert den intensiven Anbau und Ernte von Biomasse und das verringert die Rückkehr von Biomasse zum Boden. Das resultiert in einer negativen Humusbilanz und verringert die Bodenqualität. In Prof. Hecks Gutachten werden die positiven Effekte anderer holzbasierter Formen von Bioenergie auf den Boden dem NAWARO-Biogas zugeschrieben (z.B. das ELKE Projekt). Das dient lediglich der Irreführung und Verwirrung von Entscheidungsträgern. Es liegen mehrere Beispiele hierfür vor (z.B. Seite 4 Absatz 2, „Energiepflanzen benötigen weniger mineralischen Stickstoff und weniger Pestizide als Kulturen, die für Nahrungsmittelzwecke angebaut werden“). Dies ist korrekt, wenn wir über holzartige Biomasse zum Heizen sprechen, aber dieses im Kontext von NAWARO-Biogas zu benutzen, ist schlichtweg falsch.

Sozial


Die sozialen Effekte von NAWARO-Biogas werden selten diskutiert, sind aber beachtlich. Langfristig haben 20 Jahre Subventionen einen verzerrenden Effekt auf die Märkte für Land und dies beeinflusst die Landwirtschaft über eine ganze Generation. Die verzerrenden Effekte des EEG haben ganze Gemeinden zerstört, die seit Jahrhunderten auf einer fairen Verteilung von Landressourcen aufgebaut waren. Man könnte sagen das EEG hat in manchen Gegenden wahre Agrarkonflikte verursacht.

Fazit


Hinsichtlich von Biogas aus NAWARO ist das EEG eine Fehlentwicklung. Es ist das Ergebnis eines linearen und Gruppendenkens seitens der Politiker, die sich nicht verpflichtet fühlen, ihr Tun in vollem Umfang zu verstehen und zu verantworten. Die Politiker haben die möglichen Konsequenzen nicht bis zu Ende durchdacht. Sie haben nicht die Opportunitätskosten bedacht. In diesem politischen Umfeld werden oft Slogans wie “Bio”, “Energiewende”, “Dezentral”, “Regionale Entwicklung”, “Energiepark” usw. benutzt.

Es gibt nur zwei Länder in der Welt die den NAWARO-Weg betreten haben: Deutschland und Italien. Auch in Italien, hier besonders in der Lombardei, ist die Entwicklung durch dieselben Lobbygruppen, die auch in Deutschland operieren, speziell die der Anlagenbauer, vorangerieben.

Bioenergie kann eine effektiven Rolle spielen, wo:

1. die Produktion auf Flächen stattfindet, die nicht effektiv zur Nahrungsmittel¬herstellung genutzt werden können;
2. die Produktion von mehrjährigen Pflanzenarten ist; und
3. die Produktion Kohlenstoffspeicher im Boden schützt und erhöht.

Nichts davon ist in den Plänen für Göllheim erfüllt.



Bei Fragen bin ich gerne zu weiteren Auskünften bereit und kann, wenn es gewünscht wird, auch Literaturquellen angeben.


Dr. Donal Murphy-Bokern


Weitere aktuelle Informationen zum Themengegenstand finden Sie auf unserer Internetseite www.progoellheim.eu

mfg,

Waltgenbach/Koch, Progoellheim

Dienstag, 12. Februar 2013

Kommentar zum Rheinpfalzinterview mit Verbandsbürgermeister Magsig

"Das Thema des Jahres ist die Energiewende"


Progoellheim: Energiewende ja, aber ohne Umweltzerstörung und ethische Verfehlungen wie die NawaRo-„Bio“gasanlage! 

Vorabschicken möchten wir folgende Äußerungen Herrn Magsigs aus der jüngeren Vergangenheit:

Noch vor den Kommunalwahlen äußerte sich Herr Magsig recht zurückhaltend zur „Flächenversieglung“ von Ackerflächen:
Auf die Frage, ob man 250 Hektar für 25 Prozent Solarstrom vertreten könne antwortete er mit folgender Gegenfrage:  
“Haben wir solch große Flächen, die für eine solche Nutzung auch zur Verfügung stehen? Oder ist es nicht zu vertreten, landwirtschaftlich hochwertige Flächen für solche Zwecke zu ‘opfern’?” (...) Auf die Frage, ob er Ackerflächen für "Bio"gasanlagen befürworte, antwortete er:  Dies sei auch eine “ethisch-moralische” Frage!
Auf die Frage nach der zu vertretenden Anzahl an Windkraftanlagen äußerte sich Herr Magsig folgendermaßen:
"Allerdings halte ich die Frage der Beeinträchtigung der betroffenen Bevölkerung für äußerst wesentlich (…)
Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist aus meiner Sicht auch die touristische Frage.”  
(Quelle: http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wordpress/2009/06/06/925/  - Sonderbeilage Donnersberg)

Zum damaligen Zeitpunkt führte Herr Magsig noch die Beeinträchtigung betroffener Bürgerinnen und Bürger an, ebenso die Beeinflussung des Fremdenverkehrs…!  
Wie Herr Magsig das heute sieht und was wir darüber denken, können Sie in den folgenden kommentierten Auszügen des Rheinpfalz-Interviews nachlesen... 

Vorwort Progoellheims: Ohne Rücksicht auf die Interessen
(Bürgerbefragung, Einwände) vieler Bürgerinnen und Bürger, ohne Beachtung wissenschaftlicher Studien (z.B. Leopoldina Studie), ohne die Beachtung bundesweiter Tendenzen [ Die Biogas-Branche hat enorme Probleme! Der Zubau 2012 lag unter 300 Anlagen. Verglichen mit dem Vorjahr (über 1000 Anlagen) ist das eine Vollbremsung.] und ohne die Beachtung klimatischer Risiken und Naturzerstörung wird in Göllheim unter dem Deckmantel der Energiewende das höchst fragliche Projekt NawaRo-"Bio"gasanlage weiterhin verfolgt.

Es folgen Auszüge aus dem Rheinpfalz-Interview mit Herrn Klaus-Dieter Magsig, lesen Sie hier weiter...

Mittwoch, 6. Februar 2013

Hintergrundinfos Methangasanlage Göllheim: "Scheindemokratie in Göllheim"Antrag auf amtliche ...

Hintergrundinfos Methangasanlage Göllheim: "Scheindemokratie in Göllheim"Antrag auf amtliche ...: "Scheindemokratie in Göllheim" Antrag auf amtliche Bürgerbefragung vom Göllheimer Gemeinderat abgeschmettert! -  Angst vor Bürger votum ....

"Scheindemokratie in Göllheim"

Antrag auf amtliche Bürgerbefragung vom Göllheimer Gemeinderat abgeschmettert! Angst vor Bürgervotum...oder Sinn der Bürgerbefragung nicht verstanden!? 

Hier gehts zur Stellungnahme welche von  Herrn Prof. Dr.-Ing. Schanzenbach am 05.02.2013, in seiner
Funktion als Bürgervertreter, vor dem Göllheimer Gemeinderat, vorgetragen wurde. Ebenso finden Sie dort auch die formale Ausfertigung des Bürgerantrags.
Aktuell:  
"Sternstunde" der Demokratie  - ein Kommentar von Thomas Mattern, Ortsbürgermeister  
der Gemeinde Lautersheim, zur Ablehnung des Bürgerantrags auf Einwohnerbefragung durch den 
Göllheimer Gemeinderat.

Aktuelle Infos unter:      http://www.progoellheim.eu

Dienstag, 11. Dezember 2012

Uns stinkts! Kommentar Progoellheims zur Berichterstattung der Rheinpfalz: "Kaffeefahrt zur NawaRo-Gasanlage" Ramstein"



"Volksverdummung geht in die nächste Runde!"

Die Propaganda für die NawaRo-Biogasanlage seitens der Gemeinde Göllheim, vertreten durch Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller (unterstützt durch Verbandsbürgermeister Magsig), und die JUWI holding AG in Wörrstadt geht weiter...

...Wir ersparen uns ausführliche Kommentare zu diesem Propagandabericht erschienen in der Rheinpfalz -  kleine rethorische Anmerkungen oder eine selbsterklärende Verlinkung, weche Sie vorraussichtlich von unserer Homepage www.progoellheim.eu gewohnt sind, konnten wir jedoch nicht ganz unterlassen...

Hier der Rheinpfalzartikel zur "Kaffeefahrt NawaRo-Biogasanlage" Göllheim:

„Man hat praktisch nichts gerochen“
INTERVIEW: Göllheims Bürgermeister Dieter Hartmüller über die Info-Fahrt zur Ramsteiner Biogasanlage

GÖLLHEIM. Vertrauen ist gut – selber Nachschauen ist besser. Das gilt auch bei der Beurteilung von Risiken und Chancen der Energiewende. Vor dem Hintergrund andauernder Aktivitäten der Gegner der geplanten Biogasanlage zwischen Göllheim und Lautersheim nahmen Göllheimer Bürger* die Gelegenheit wahr, eine von der Firma Juwi errichtete Biogasanlage in Ramstein zu besuchen. Der Grund: Sie entspricht in Größe, Technik und Auslegung in etwa der Anlage, die in der Verbandsgemeinde Göllheim entstehen soll. Anja Hartmetz hat sich im Nachgang der Fahrt mit dem Göllheimer Ortsbürgermeister Dieter Hartmülller unterhalten.Herr Hartmüller, wie viele interessierte Bürger haben an der Fahrt teilgenommen?Knapp 30.

Da haben Biogas-Gegner doch sicher auch die Gelegenheit genutzt, sich direkt vor Ort einmal zu informieren?Ich kenne die Einstellung einiger der Teilnehmer aus dem direkten Gespräch und konnte auch den gemachten Äußerungen einiges entnehmen. Wenn ich das alles richtig deute, hat an dieser Fahrt keiner der Gegner teilgenommen.**

Überrascht Sie das?Nein, das überrascht mich nicht. Ich gehe davon aus, dass viele der Gegner sich nicht mehr von ihrer bereits gefasstenMeinung abbringen lassen möchten. Darüber hinaus habe ich den Eindruck, dass die Bürger, die der Anlage neutral gegenüberstehen oder sie befürworten, schon längst genug von dem Hin und Her haben und endlich eine Entscheidung wollen. ??! ;) Diese wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen, wahrscheinlich abererst im neuen Jahr, fallen. Mir ging es bei dieser Fahrt, die ja die Firma Juwi organisiert hat, darum, auch bei einer späteren Entscheidung sagen zu können: Wir haben alle Möglichkeiten genutzt, um unsere Bürger zu informieren. ;) lach

Wie war die Exkursion organisiert?Sehr gut. Herr Atanasov, der als Projektmanager für Ramstein und später auch für Göllheim zuständig ist, hat durch die Anlage geführt und die Fragen beantwortet. Da viele derTeilnehmer vor allem Bedenken wegen des Geruchs hatten, wurde zunächst einGeruchstest in 400 Metern Entfernung von der Anlage gemacht, danach wurde bei100 Metern nochmals haltgemacht.***

Und, hat’s gestunken?Nein, man hat praktisch nichts gerochen. Auf der Anlage selbst gab es die Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem der Substratlieferanten. Er hat über die Anfahrt des Gärgutes informiert. Eine große Befürchtung von vielen Bürgern war ja, dass da täglich angefahren wird.


Gab es auch in Ramstein Proteste im Vorfeld?Protest ja, allerdings wohl in wesentlich geringerem Umfang. Nachdem die Anlage dann aber gebaut war und lief, hatte sich das offenbar schnell erledigt. Im Übrigen war das Genehmigungsverfahren natürlich viel kürzer als bei uns. Warum wohl? Das hängt mit der Änderung der Konzeption der Anlage und dem dadurch notwendigen neuen Bebauungsplanverfahren zusammen.

Welche strittigen Fragen wurden noch diskutiert?Die Problematik, dass durch Biogasanlagen Ackerflächen der Lebensmittelproduktion entzogen werden. Um es einmal klar zu sagen: Kein Befürworter der GöllheimerAnlage will, dass irgendwo Menschen verhungern. Es wurde auch erklärt: Wenn dieAnlage nicht gebaut wird, kommt deshalb kein einziger Sack Mais, kein SackGetreide mehr in die Hungerregionen dieser Welt. Wir haben einVerteilungsproblem. Es wird nach wie vor fast die Hälfte der Lebensmittel vernichtet, Getreide, Gemüse und andere Nahrungsmittel werden untergepflügt, weil sie irgendwelchen Normen nicht genügen.

Wie haben die Bürger vor Ort reagiert?Sehr positiv. Viele haben gesagt: „Wir sind froh, dass wir dabei waren und uns selbst ein Bild machen konnten.“ ...das ist ja unglaublich - hätten auch SIE ein solches Ergebnis für möglich gehalten?;)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.286
Datum: Freitag, den 07. Dezember 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_6278740'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

*/** in der Hauptsache nahmen "poltisch Involvierte" an dieser Fahrt teil... ein Schelm wer böses hierbei denkt ;)

Dienstag, 27. November 2012

"Verneblungstaktik Göllheimer Kommunalpolitik"

Nach dem grandiosen Einspruchergebnis gegen die geplante NawaRo-"Bio"gasanlage (wir berichten) versuchen die, welche politisch dieses Bauprojekt verantworten müssen, dem Bürger etwas vorzugaukeln. Doch lesen Sie selbst und machen Sie sich selbst Ihre Gedanken zu diesen unmöglichen, dreisten Vorgängen in Göllheim...

"Sand in die Augen gestreut...!" 

Drei Kommentare als Reaktion auf die "Nebelkerze Bürgerbrief" von Göllheims Ortsbürgermeister und seinen Beigeordneten vom 23.11.2011

 Kommentar von Herrn Norbert Pasternack (SPD), aktuelles Mitglied des Göllheimer        Gemeinderats  (hier bitte klicken)

Kommentar von Herrn W. Wettlaufer, (hier bitte klicken), Dipol. Biologe, Carlsberg / Tübingen   


Kommentar Progoellheims (hier bitte klicken)


 

Die Propaganda für die NawaRo-"Bio"gasanlage geht weiter:

"Der Gipfel der Dreistigkeit"

Jetzt wird wieder einmal von der Verwaltung Göllheim versucht eine "Kaffeefahrt" zu einer bereits bestehenden  "Bio"-gasanlage von JUWI zu organisieren, um ahnungslose Bürger zu `bekehren`?! bzw. sich später einmal mehr zu brüsten man habe doch ganz ausführlich informiert...(vgl. unten: "Rheinpfalz-Propaganda")

...Werbung für JUWI, organisiert durch die VG Göllheim, auf  Kosten des Steuerzahlers...!!!?


VG GÖLLheim


GÖLLHEIM Info-Tour zu Biogasanlage. Die Firma Juwi bietet zur allgemeinen Information am 1. Dezember eine Fahrt zur neu errichteten Biogasanlage in Ramstein-Miesenbach an. Abfahrt ist um 9 Uhr am neuen Marktplatz in Göllheim. Ankunft ist für etwa 13 Uhr vorgesehen. Interessierte Bürger können sich unter der Telefonnummer 06351 4499-42 oder per e-mail unter der Adresse: leidinger@vg-goellheim.de anmelden.


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.274
Datum: Samstag, den 24. November 2012
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_5938680'
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Sonntag, 11. November 2012

Offizielle Pressemitteilung zur 2. Offenlegung des Bebauungsplanes „`B´iogasanlage, Änderung I“

Offizielle Pressemitteilung zur 2. Offenlegung des Bebauungsplanes „Biogasanlage, Änderung I"



Folgende Pressemitteilung wurde von Seiten der Bürgerinitiative Duchblick an lokale und überregionale Medien zur Veröffentlichung weitergeleitet:







Bürgerinitiative 
„Durchblick !“e.V.
Energiewende – aber richtig!
c/o Ralf Klawitter
Adolf-von-Nassau-Straße 37
67308 Rüssingen

Göllheim, 11.11.2012

Pressemitteilung

   

Göllheim Die BI „Durchblick !“ und Progoellheim haben die bei ihnen eingereichten Einsprüche zur 2. Offenlegung des Bebauungsplanes „Biogasanlage, Änderung I“ bei der VG Göllheim abgegeben. Bestätigt von der Verwaltung wurden in einem ersten Aufschlag 1.638 Einsprüche insgesamt, davon 765 aus der Ortsgemeinde Göllheim. Noch weitere Einsprüche wurden in der Folge sowohl von der BI „Durchblick“ und Progoellheim, aber auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern vorgelegt.

Viele Gespräche haben gezeigt, dass diese Zahlen die zunehmenden Sorgen und Ängste in der Bevölkerung eindrucksvoll untermauern. Vor diesem Hintergrund gewinnt der ebenfalls bei der Verwaltung eingereichte, von 408 Einwohnerngestützte Antrag auf eine amtliche Einwohnerbefragung in Göllheim an grundsätzlicher Bedeutung.

Nach Aussagen von Bürgern „…habe die Biogasanlage Sankt Alban negative Auswirkungen auf die Lebensqualität …. Nicht nur wegen des Geruchs, sondern auch wegen Lärm und Dreck in Verbindung mit deren Betrieb.“ (siehe RHEINPFALZ-Artikel vom 10.11.2012: Kritik an * „Goldgräberstimmung“).

* Kritik an „Goldgräberstimmung“

(...) "Für den Nabu – allein im Donnersbergkreis hat er 2450 Mitglieder – sei die naturverträgliche Wirtschaftsentwicklung der erneuerbaren Energien angesichts der Klimaerwärmung zentrale Herausforderung für Mensch und Natur. Allerdings sei das Ziel, in Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2030 die benötigte Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen zu beziehen, zumindest sehr ambitioniert, sagte Schuch. Selbst das grün regierte Baden-Württemberg lasse sich 20 Jahre länger Zeit. Biomasse käme wegen seiner Konkurrenz zur Erzeugung von Nahrungsmitteln aus Sicht des Nabu nur für die Verwertung von ohnehin anfallenden Resten infrage. Aus dem gleichen Grund sei Solarenergie nur auf vorhandenen Dach- und versiegelten Flächen sinnvoll, auf keinen Fall in Form von Freiflächenanlagen auf Acker- oder Weideland. Wirtschaftlich und ökologisch optimal sei eine Kombination aus Photovoltaik und Windkraft, nicht zuletzt aus Gründen einer effektiven Netzauslastung. Es sei durchaus möglich, auf zwei Prozent der Landesfläche die erforderlichen zusätzlichen 20 Terawattstunden Strom zu produzieren und die dafür benötigten 1700 zusätzlichen Windräder so zu platzieren, das Vogelflug und Fledermauspopulationen kaum oder nicht beeinträchtigt würden, so Schuch.

In der anschließenden Diskussion sagten Bürger, dass sie beobachtet hätten, dass Kraniche etwa im Appeltal von den Windrädern auf dem Schneeberghof in ihrem Zugverhalten irritiert würden. Auch habe die Biogasanlage bei Sankt Alban negative Auswirkungen auf die Lebensqualität im Nachbardorf Gerbach. Nicht nur wegen des Geruchs, sondern auch wegen Lärm und Dreck in Verbindung mit deren Betrieb. Zu Transport und Verwertbarkeit des durch Windräder produzierten Stroms sagte Schuch, dass die Situation in Rheinland-Pfalz sehr viel besser sei als etwa in Norddeutschland, wo es tatsächlich vorkomme, dass Strom zwar produziert, aber nicht transportiert werden könne und die Netzbetreiber Entschädigungszahlungen leisten.

In der Diskussion war immer wieder von einem „unkoordinierten Planungschaos“ die Rede, aber auch davon, dass die Belastungen und Gefahren durch ehemalige militärische Liegenschaften in Schönborn und Bisterschied doch sehr viel höher gewesen seien als jetzt durch die Windräder, was zum Beispiel den Landschaftsverbrauch angehe. Einig war man sich, dass die Energiewende eine Jahrhundertaufgabe sei, für die jedoch ein Masterplan fehle. Ein Sprecher der Bürgerinitiative, die in Göllheim vehement gegen eine geplante Biogasanlage zu Felde zieht, sprach von einem Subventionssumpf und zog das resignierte Fazit, dass von der Politik, auch von den Grünen, keine Unterstützung zu erwarten sei." (...) (mhz)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.262
Datum: Samstag, den 10. November 2012
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_5554621'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

Samstag, 3. November 2012

Hintergrundinfos Methangasanlage Göllheim: WER JETZT NICHTS TUT MACHT MIT!!! STOPP für die Na...

Hintergrundinfos Methangasanlage Göllheim: WER JETZT NICHTS TUT MACHT MIT!!! STOPP für die Na...: Liebe Leserinnen und Leser von Progoellheim, wir sprachen mit dem ehemaligen Göllheimer Gemeinderatsmitglied Prof. Dr.-Ing. Schanzenbach...

WER JETZT NICHTS TUT MACHT MIT!!! STOPP für die NawaRo-"Bio"gasanlage Göllheim!

Liebe Leserinnen und Leser von Progoellheim,

wir sprachen mit dem ehemaligen Göllheimer Gemeinderatsmitglied Prof. Dr.-Ing. Schanzenbach sowie dem aktuellen Gemeinderatsmitglied Norbert Pasternack (SPD) über die projektierte Göllheimer NawaRo - 'Bio'gasanlage...


WICHTIG!:
...DIE UHR TICKT noch 5 TAGE DANN IST DIE FRIST FÜR DIE EINPRÜCHE ABGELAUFEN! Helfen auch SIE mit diesen Wahnsinn zu verhindern!

Hier geht es zum Download des Widerspruchschreibens (2.Offenlegung)

Jede Biogasanlage, welche in Deutschland verhindert werden kann, ist eine gute Anlage! Stoppten Sie die Hungerprofiteure!










Diese können Sie bis zum 7. November bei uns abgeben bzw. an uns versendet werden:

Koch, Königkreuzstr. 3, 67307 Göllheim
oder
Waltgenbach, Königkreuzstr. 10, , 67307 Göllheim

DANKE!


Viele Grüße,


Koch/Waltgenbach, Progoellheim

Freitag, 26. Oktober 2012

Wer Energiepflanzen sät wird Hunger ernten!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser von Progoellheim,


nachdem die kirchlichen Vertreter vor Ort einer Positionierung in Sachen „Agromethangasanlage“ bis dato tunlichst aus dem Wege gegangen sind, geschweige denn ihr Veto gegen diese Anlage eingelegt haben, ist es uns nun gelungen ein Interview mit Herrn Pfarrer Feucht (Göllheim, Prot. Kirche) zu führen:

Interview mit dem evangelischen Pfarrer Wolf-Peter Feucht zur ethischen Verantwortung in Bezug auf die NawaRo - 'Bio'gasanlage in Göllheim...


Artikel Progoellheims:  Wer Energiepflanzen sät, erntet Hunger...


Deshalb: Global denken - lokal handeln!… Widerspruchsbogen ausdrucken und an uns senden bzw. bei uns einwerfen. 


Jede Stimme zählt! Übernehmen Sie Verantwortung für unseren grünen Planeten!

Hier geht es zum Download des Widerspruchschreibens.


Diese können Sie bis zum 7. November bei uns abgeben bzw. an uns versendet werden:

Daniel Koch, Königkreuzstr. 3, 67307 Göllheim
oder
Wolfgang Waltgenbach, Königkreuzstr. 10, , 67307 Göllheim

DANKE!!!

Viele Grüße,



Koch/Waltgenbach, Progoellheim

P.S.: Für alle noch Uninformierten: Infobroschüre empfehlen wir darüberhinaus die Infobroschüre "Was Sie schon immer über Biogas wissen wollten" 




Empfehlung:

http://www.initiativen-mit-weitblick.de
http://www.biogas-kanns-nicht.de
http://www.vor-aus-sicht.de
http://www.verseuchtefelder.wordpress.com/
http://www.progoellheim.eu

Donnerstag, 9. August 2012

Nein zur "Bio"gasanlage Göllheim!

NEIN zur "Bio"gasanlage Göllheim!


Aus aktuellem Anlass* möchten wir auf die "Bio"gasproblematik aufmerksam machen.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf das mit vielen negativen Auswirkungen behaftete Bauprojekt im Donnersbergkreis nämlich die "Bio"gasanlage Göllheim hinweisen.

* Die Aussage der Leopoldina Studie – kurz und bündig:

„Bio“energie schädlich

20 namhafte und verdiente Wissenschaftler der alterwürdigen Akademie Leopoldina in Halle warnen in ihrer Studie „Bioenergie:
Möglichkeiten und Grenzen“ vor dem zunehmenden Einsatz von „Bio“energie in Deutschland.

(Lesen Sie hierzu zwei überregionale Artikel der FAZ:
"Wenn Träume platzen" POLITIK
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bioenergie-wenn-traeume-platzen-11832054.html
und
"Bioenergie in die Biotonne" POLITIK
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bioenergie-in-die-biotonne-11835386.html)

Bei dieser Analyse sind die Forscher zu der Schlussfolgerung gelangt, „dass "Bio"energie in Deutschland auf absehbare Zeit, keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten kann." Zudem warnen die Wissenschaftler vor den ökologischen** und sozialen Folgen, wenn Lebensmittel „verheizt“ werden und Äcker ihre Nährstoffe verlieren.

( ** Beispielsweise ist die von JuWi propagierte CO2 Neuralität von primärer Biomasse (= "Lebensmittel vom Acker") geradezu impertinent.
Hierbei wird jedoch folgendes bewusst nicht angesprochen:

Die CO2 Einsparung wird nicht um das propagierte Maß vermindert, da die Produktion des Substrates (Aussaat, Ausbringung von Dünger und Pestiziden), die Ernte, der Abtransport von Biomasse und Dünger zusätzlich CO2 erzeugen. Gänzlich unberücksichtigt bleibt die THG-Bilanz (Treibhausgasbilanz), denn beim Anbau und bei der Lagerung von Mais wird z.B. Lachgas freigesetzt, welches eine ca. 300-fache Klimaschädlichkeit gegenüber CO2 besitzt. Vergl.http://www.murphy-bokern.com/images/Biogas_und_Klima.pdf)
Bioenergie solle nur in ganz bestimmten Nischen "begrenzt" eingesetzt werden. Dazu gehöre die gezielte Gewinnung aus Mist, Gülle, Lebensmittelabfällen und pflanzlichen Reststoffen in kleinen dezentralen Anlagen. Weitere Negativfolgen vgl.: http://www.progoellheim.eu/Argumente-Pro/Contra/1,000000377525,8,1)

Wind- und Solarkraft sind nach Ansicht der Experten der Leopoldina Wissenschaftsakademie die besseren Ansätze unter den erneuerbaren Energien. Zudem auch viel effizienter, vgl. http://www.progoellheim.eu/Wirkungsgrad-Methangasanlage/1,000000400945,8,1

Keine dieser Erkenntnisse ist wirklich neu – man schaue sich in diesem Zusammenhang die WWF-Studie: Auswirkungen des Biogasbooms - „Bio Energie im großen Sti(e)l, die Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik oder unsere vor über einem Jahr getroffenen Aussagen an: http://www.progoellheim.eu/Stellungnahmen-/-Presse-28.06.12-/Interv.Rhpf.Progoellheim/1,000000390713,8,1 bzw. http://www.progoellheim.eu/Downloads-Wissenswertes-4.8.12-/1,000000393456,8,1

Vieles hat man schon vorher gewusst. Die Frage die sich stellt ist also:
Warum lassen sich die Menschen immer wieder gegen jede Vernunft von Ideologen („Lobbyisten“, Politikern) blenden?

Aus diesem Grunde ist die Klarheit der getroffenen Aussage der Leopoldina Studie begrüßenswert.
Die Nationalakademie Leopoldina hat sich nicht von gewissen „Besitzstands-Wahrern“ einschüchtern lassen und hat bei Ihrer Studie eine wirtschaftlich und politisch unabhängige Empfehlung abgegeben! Das diese Empfehlung nichts mit dem Wunschdenken mancher Lobbyisten aus dem "Bio"gas-, Erdöl- oder Agrarsektor zu tun hat ist klar.
Ebenso sind die sich aus dieser Studie erhebenden Gegenargumentationen menschlich und selbsterklärend.
Unsere Politik hat jetzt die Chance dieser Studie endlich folge zu leisten und gegenzusteuern und damit den wirtschaftlichen Interessen der „Besitzstands-Wahrer“ entgegentreten.

Dem Wörrstadter Unternehmen Juwi ist anzuraten sich wieder verstärkt auf den Sektor der Solar- und Windenergie zu konzentieren.
Der Imageschaden (vgl. http://www.progoellheim.eu/Stellungnahmen-/-Presse-28.06.12-/H.Mattern-kritisiert-Juw-25.10.11-/1,000000556958,8,1), welchen die juwi Bio GmbH mit Sitz in Wörrstadt ohnehin bereits in unserer Region bezügl. ihres projektierten Bauvorhabens "Bio"gasanlage Göllheim erfahren hat ist nicht zu unterschätzen...

Aktuelle Informationen zum Bauprojekt "Bio"gasanlage Göllheim finden Sie auf unserer Internetseite: http://www.progoellheim.eu

Waltgenbach/Koch, Progoellheim


Empfehlung:

http://www.initiativen-mit-weitblick.de

Sonntag, 5. August 2012

News auf www.progoellheim.eu

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser von Progoellheim,

es gibt wieder Neuigkeiten auf unserer Webseite www.progoellheim.eu

Die Kritik an der "Bio"gasenergieerzeugung wächst, selbst in der ARD-Tageschau vom 26.07.2012 wurde auf die, in jeder Hinsicht, gravierenden Nachteile verwiesen - wann endlich reagieren unsere Politiker?
(Hintergrund: projektierte "Bio"gasanlage bei Göllheim im Donnersbergkreis)
Energiewende: Nationalakademie Leopoldina legt kritische Stellungnahme zur Nutzung von Bioenenergie vor.

Zu finden unter: http://www.progoellheim.eu/Aktuelles-28.07.2012-/1,000000406274,8,1

Unter „Aktuelles“ finden Sie nun zwei sehr interessante Links zu überregionalen Pressemitteilungen.

Des Weiteren können Sie eine Infobroschüre mit dem Titel: „Was Sie schon immer über Biogas wissen wollten“, downloaden.
Diese Broschüre ist allen zu empfehlen, die sich noch nicht mit der „Bio“gasthematik auseinandergesetzt haben bzw. sich einen grundlegenden Überblick hierüber verschaffen möchten.

Unter Stellungnahme/Presse, hier unter Leserbriefe, finden Sie einen neu veröffentlichten Leserbrief eines Bürgers aus Rüssingen.

Der Widerstand durch Information zur Verhinderung weiterer Agromethangaskomplexe muss vorangetrieben werden, leiten Sie deshalb bitte diese Infos an engagierte Mitmenschen weiter.
Besten Dank!


Mit freundlichen Grüßen,



Progoellheim, www.progoellheim.eu

Empfehlung:
www.initiativen-mit-weitblick.de
www.biogas-kanns-nicht.de
www.vor-aus-sicht.de
http://verseuchtefelder.wordpress.com/
www.progoellheim.eu

Dienstag, 17. Juli 2012

"Hier irrt Magsig"

Kommentar Progoellheims zur Bewertung der Einsprüche gegen die geplante Bio'gasanlage durch Herrn Verbandbürgermeister Magsig in der Rheinpfalz vom 14.07.2012

Herrn Verbandsbürgermeister Magsig unterläuft bei seinem Fazit, zu den abgegebenen Einsprüchen, ein kleiner aber entscheidender Fehler:
man befindet sich derzeit erst in der „1. Einspruchsphase“, er vergleicht das jetzige Ergebnis jedoch mit dem Ergebnis der letztjährigen „2. Einspruchsphase“.

Ein gravierender Unterschied, gerade wenn man bedenkt, dass bei der damaligen ersten Einspruchsphase, auch aufgrund mangelhafter Bürgerinformation, kaum bzw. keine Einwände zu verzeichnen waren.
In diesem Zusammenhang auch noch von weniger Widerstand zu sprechen - da ist der Wunsch wohl eher Vater des Gedankens

Hier wird nach unserem Dafürhalten eine „Desinformationsstrategie “ betrieben.

Der wachsende Widerstand in der Bevölkerung, in und um Göllheim (vgl.auch Bürgeranträge in Göllheim, Weitersweiler u. Rüssingen, welche von Herrn Schifferstein unterschlagen wurden), ist nicht mehr zu leugnen.

Gerade bei Berücksichtigung dieses Gesichtspunktes sollte das jetzige Einspruchergebnis mehr als richtungweisend für die Kommunalpolitik gewertet werden und den Gegnern weiterhin Zuspruch und Mut verleihen.

Besser als eine schönfärberische quantitative 'Analyse', wäre wohl endlich eine ehrliche Auseinandersetzung mit den gravierenden Nachteilen der sogenannten 'Bio'gasanlage die die Interessen der Bürger berücksichtigt – frei nach dem Motto: 'Global denken – Lokal handeln' !!!!!

Progoellheim 

"Über 2000 Einsprüche gegen Energiepark Göllheim mit 'Bio'gasanlage"

1800 Einsprüche (plus 200 Einsprüche gegen den Entwurf des Flächennutzungsplans) sind gegen die Bebauungsplanentwürfe „Energiepark Göllheim“ und „Biogasanlage, Änderung I“ (gesammelt von Durchblick- und Progoellheim Vertretern) bei der VG Göllheim eingereicht worden.



Da vermehrt Bürgerinnen und Bürger ihre Einsprüche auch direkt der Verwaltung übermittelt haben, so dürfte die Gesamtzahl an Einsprüchen noch um einiges höher liegen.
Bereits Ende Juni wurden rund 200 Einsprüche gegen den Entwurf des Flächennutzungsplans eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr, wurden nun, bereits nach der 1. Einspruchsphase, fast dreimal so viele Einsprüche gegen die Bebauungspläne eingelegt.

Für alle besorgten Bürgerinnen und Bürger sei darauf hingewiesen, dass in einem Anschreiben die Verwaltung bei der Übergabe der Einsprüche aufgefordert wurde, nicht erneut gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen zu verstoßen
(Veröffentlichung von Einwenderdaten wir berichteten).

Wir können berichten, dass die begründete Ablehnung gegenüber diesen NawaRo - Agromethangasanlagen täglich wächst, nicht nur in Göllheim und Umgebung, sondern bundesweit, wie wir fast tagtäglich, von „Initiativen mit Weitblick“, dem Dachverband aller bundesweiten Bürgerinitiativen gegen Methangasanlagen, welchem wir seit 2011 angehören, erfahren.


Vielversprechend verläuft der Ausbau der Windkraft, unerfreulicherweise jedoch nicht immer im Einklang mit unserer Natur (vgl.Windkraftprojekte im Pfälzer Wald), sowie die rasante Entwicklung des so genannten „Power to Gas-Verfahrens“, bei dem aus Windkraft gewonnenen Strom durch Elektrolyse, Wasserstoff entsteht und dieses in speicherbares Methangas umgewandelt wird (vergl.http://www.kwh-preis.de/windgas-greenpeace-energy-prescht-mit-angebot-vor).

In den Ortsgemeinden Göllheim, Weitersweiler und Rüssingen haben Bürgerinnen und Bürger eine amtliche Bürgerbefragung und dazu im Vorfeld eine öffentliche Informationsveranstaltungen zur“`Bio´gasanlage Göllheim“ gefordert (auch, weil Sie erkannt haben, dass ihre Gemeinde von dem mehr als das dreifache angewachsene Anlieferradius betroffen ist.

Falls die jeweiligen Gemeidevertreter den Wünschen ihrer Anwohner nachkommen, so wäre darauf zu achten, dass politisch- und vor allem wirtschaftlich unabhängige Sachverständige zu solchen Veranstaltungen hinzugezogen werden und man dem Bürger nicht ein weiteres Mal versucht etwas vorzugaukeln – Lehrgeld hat der Bürgernun bereits zur Genüge gezahlt! (vgl. Link:http://www.progoellheim.eu/Stellungnahmen-/-Presse-28.06.12-/Unveroeffentl.-Leserbr.-6.7.2011-/1,000000390715,8,1- Infoabend zur „Bio“-gasanlage in Göllheim gibt Zerrbild wieder – Aussagen des „neutralen“ Sachverständigen mit Plänen der Firma JUWI nicht deckungsgleich.)

Wie wir von Seiten der neu gegründete Bürgerinitiative Durchblick erfahren haben, so wird auch hier die Aufklärungsarbeit fortgesetzt und auch in den kommenden Wochen der Dialog mit Kommunalpolitikern und Verbänden gesucht.

Ein herzliches Dankeschön gebührt allen, welche sich in der doch recht kurzen Zeit auf diese erste Phase der Einspruchsphase, so engagiert haben, vor allem natürlich allen Mitgliedern der Bürgerinitiative "Durchblick".

Besten Dank!

Progoellheim, Waltgenbach/Koch

Empfehlung:

www.initiativen-mit-weitblick.de
www.biogas-kanns-nicht.de
www.vor-aus-sicht.de
http://verseuchtefelder.wordpress.com/
www.progoellheim.eu